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Kritik: Sophie Krog Teater - "Circus Funestus" (1)

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Circus Funestus (lat. für unheilvoll)
Eine mitreißende und herzerwärmende high-speed Zirkusvorstellung mit all ihren Tücken

Puppentheater? Das ist doch nur was für Kinder, … oder? Auf keinen Fall! Das zeigt das Puppentheaterstück Circus Funestus vom Sofie Krog Teater aus Dänemark, welches mit einer spannenden Geschichte sowohl Erwachsene als auch Kinder mitreißt und begeistert.
Vorhang auf, der Abend beginnt und damit auch die ersten Nummern der Zirkusshow, bei denen nicht alles so läuft, wie eigentlich geplant. Aber: the show must go on. Doch als der kleine Floh Mr. Flea der lieblichen Elefantendame Miss Eleonor seine Liebe gesteht, löst er damit eine Kettenreaktion von Eifersucht und Gewalt aus und die Zirkusvorstellung gerät völlig aus den Fugen. Werden die Liebenden über all die Tumulte und Gefahren hinweg trotzdem zueinander finden?
Sofie Krog und David Faraco begeistern das Publikum durch eine tolle schauspielerische und stimmliche Leistung und tragen so viel zur individuellen Besonderheit jeder einzelnen Figur bei. Des Weiteren schaffen die detailgetreuen Puppen und das Ensemble aus Musik und Video eine verrückte, magische Welt für sich. So braucht der Zuschauer zwar einige Augenblicke, um sich in ebendiese Welt hineinzufinden, doch ist er danach umso emotionaler mit ihr und ihren Figuren verbunden. Auch das beeindruckende und vielseitig bespielte Bühnenbild, ein Zirkuszelt, trägt einen wichtigen Teil zum Gesamterlebnis bei. Noch dazu kommt das Stück mit wenig Sprache aus, ist sehr verständlich und zudem amüsant anzusehen.

Von Lilly Rößler, Pirckheimer-Gymnasium Nürnberg