StartseiteLicht.BlickeAktivitätenSchülerjuryKritik: Ich werde nicht hassen

Kritik: Ich werde nicht hassen

Mohammed-Ali Behboudi, Palästinenser und der Schauspieler des Stückes zeigt uns wie er als Kind zeitgleich zum Israel-Palästina-Krieg aufgewachsen ist. Trotz der geringen Anzahl an Requisiten, einem Stuhl, zwei Tüchern und einer Tafel, wird diese Rolle ziemlich anschaulich dargestellt.

Man stelle sich vor man lebe im Gaza-Streifen, mitten im Geschehen! SCHÜSSE, EXPLOSIONEN, FEUER, RAUCH, ASCHE, Alltag für Mohammed-Ali, aber auch die daraus resultierende Armut und der Hunger.
Die Geschichte Mohammeds wird nicht wie im klassischen Theater gespielt, sondern sie wird auch mit kleinen Telefongesprächen, und hauptsächlich mit Erzählungen veranschaulicht. Einige Male werden diese mit Musik unterlegt, um eine gewisse Atmosphäre zu schaffen und dem Publikum das Gefühl zu geben Teil dieser Vorstellung zu sein.

Das hat hervorragend funktioniert, denn man fühlt regelrecht mit dem Hauptcharakter mit. Verantwortlich hierfür ist selbstverständlich auch die Schauspiel-Performance des Darstellers. Dieser hat seine Rolle nicht nur gespielt, er hat diese regelrecht als eigene Lebensgeschichte verkauft, was ihm gut gelungen ist.
Das Stück endet mit folgenden Worten: „Es wird Zeit, dass wir uns hinsetzen und einfach Reden!“
Ein wunderbarer Appell an das Publikum darüber nachzudenken, wieso wir andere Menschen aufgrund ihrer Herkunft diskriminieren und was wir damit auch unbewusst anrichten können.

Definitiv ein Stück, das ich weiterempfehle.

Didar Farage – Pirckheimer Gymnasium