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Kritik: Skreek - A Comic Revolution

Existieren wir wirklich? Woher wissen wir, dass wir existieren? „The Creator“ Maria definiert es so, dass sie sich lebendig fühlt, wenn sie etwas oder jemanden erschafft. Ganz genau das macht sie auch mit ihrer Schöpfung „Jean-Luck“ in „Skreek“. Sobald man reinkommt liegt der Fokus allein auf der riesigen Leinwand, welche die komplette Bühne einnimmt. Das Stück selber spielt auch auf dieser, sowie an einem kleinen Tisch links der großen Leinwand, auf welchem ein Laptop steht und der auch mit vielen Blättern bestückt ist, welche sich neben, sowie auf dem Tisch befinden.
Sobald das Bild auf der Leinwand zu Maria selber wechselt, welche sich in dem Stück nur „the Creator“ oder „die Schöpferin“ nennt, geht das Stück los. Der erste Gedanke ist, dass es eine Art Filmdreh sein wird, da einige Takes zunächst angefangen werden. Letztendlich kommt sie aber in den Saal und spielt hauptsächlich am Schreibtisch. Der „Held“ in diesem Spiel ist aber Giovanni, welcher „Jean-Luck“ spielt und am Anfang genauso viel weiß, wie das Publikum. Er steht vor einem Spiegel und wechselt während des Stücks immer wieder zwischen dem Bad, der Küche, einem Raum unterhalb der Küche, kleineren Zwischenräume, sowie der Außenwelt, welche für ihn komplett neu ist. Jean betont während des Stücks immer wieder, dass er „raus“ möchte, aus „seiner Welt“, welche nur in schwarz-weiß ist. Maria versucht ihn davon abzuhalten, denn sie hat diese Welt nur für ihn kreiert und wimmelt ihn immer wieder mit verschiedenen Dingen, wie Einblicken in die Außenwelt, Essen, einer Puppe und später sogar mit einer Freundin\einem Freund aus dem Publikum selber ab. Wenn er immer in die andere Welt geht wird auf einmal, alles farbig und bunt. Diese Ausflüge gefallen ihm so gut, dass er nicht locker lässt, endlich ganz rausgehen zu dürfen, sodass sich Maria dazu entscheidet, Jean einen Freund zu erschaffen. Sie holt eine Person aus dem Publikum und bringt sie nach einiger Zeit zu Jean, welcher erst etwas vorsichtig ist und mit einem Messer bewaffnet auf seinen Besuch wartet, später aber sehr glücklich deswegen ist. Die Person aus dem Publikum bekommt Anweisungen von der Schöpferin, welche die anderen im Saal nicht mitbekommen.
„Skreek“ beinhaltet viele wundervolle Überraschungsmomente, welche das Stück sehr interessant gestalten und Lust auf mehr machen. Auch das Ende verrate ich nicht, da es einfach zu amüsant ist, um es schon aufzulösen. Das Bühnenbild ist extrem gut gemacht und auch die Schauspieler machen das Stück sehr interessant, vor allem da sie das Publikum mit einbeziehen. Das Theaterstück regt zum Nachdenken über Fragen wie „woher wir wissen, dass wir wirklich existieren“ an und ist es absolut wert es sich anzuschauen.

Lara Sichling – Pirckheimer Gymnasium