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Kritik: Diva

Man nehme eine Diva, einen Professor „auf Rädern“, eine Hand als Butler und einen kleinen Hasen, werfe es in eine Schüssel, rühre einmal gut um und am Ende entsteht ein Figurentheater erster Klasse.
Damit man dies aber nun auf die Theaterbühne bringen kann, benötigt man noch ein geeignetes Bühnenbild. Wie die Darstellerin selbst sagt, half ihr dabei ein Bürostuhl. So entsteht in circa 1 ½ Stunden Aufbauzeit die perfekte drehbare Puppenbühne, die nicht nur eine, nein, gleich drei Bühnenbilder gleichzeitig beherbergt.
Doch ein mancher fragt sich nun sicherlich, was es denn nun auf sich hat mit der Diva, dem Professor, der Hand als Butler und dem Hasen.
Naja, das ist so: Der Professor braut in seinem Labor einen Trank, der ihm zum perfekten Menschen macht.
Doch ohne die richtigen Zutaten ist der noch lange nicht fertig. Da kommt der Hase mit ins Spiel. Er soll genau diese Zutaten besorgen. Kurzerhand beschließt der Hase das Bühnenbild der Diva zu zerlegen.
Und der Butler? Tja, das müssen Sie schon selbst herausfinden.

Und wenn Sie jetzt immer noch skeptisch sind, hier ein paar Infos, die Sie hoffentlich überzeugen:
• die Puppen sind alle von Hand hergestellt und werden von nur einer Darstellerin gespielt
• die Darstellerin steuert nicht nur Puppen, sondern auch Musik und diverse Mechaniken am Bühnenbild
• das Stück. wie es heute aufgeführt wird, hatte seine Premiere im Jahr 2005
• der Ton und die Musik kommen von einer Mini CD und laufen ununterbrochen durch (ca. 45 min)
• die Figuren bewegen sich immer passend zur Musik
• der wenige Text, der gesprochen wird ist auf Englisch, dennoch ist er leicht verständlich
• statt des Textes wird viel mit Geräuschen und Licht gearbeitet
• man weiß nie was als nächstes passiert

Und falls Sie jetzt noch immer nicht überzeugt sind, wird das Beste noch einmalzusammen-gefasst:
Das Figurentheater überzeugt nicht nur anhand des ausgeklügelten Bühnenbildes mit vielen Mechaniken und kleinen Details, sondern ist auch in Sachen Puppenspiel ein echter Renner! Hinzu kommt das große Engagement der Darstellerin, die von Bühnenbild bis hin zu Puppen, alles selbst hergestellt hat – teilweise auch aus Schrott! Zu guter Letzt wird das Stück schon seit 2005 aufgeführt und ist seitdem kaum verändert worden. Das mag ja wohl was heißen!

Mathias Buhn – Pirckheimer Gymnasium