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Kritik: 100% selfmade

Schnell wird nach den ersten Sequenzen eines Tänzers vor einer Videoprojektion deutlich, dass man sich in einem Tanztheaterstück befindet, da das Bühnenbild in eine Art Tanzstudio mit zum Beispiel Spiegeln und Wänden mit waagerechten Stangen zum Aufwärmen verändert wird.
Nach einer kurzen Aufwärmphase geht es auch schon los mit dem Tanzen. Man sieht, dass jeder sein Bestes gibt, um noch besser als die anderen zu werden.

100% Selfmade ist der Name eines Tanzwettbewerbes, bei dem die Tänzer unbedingt mit Erfolg teilnehmen wollen. Sie tanzen zu Hip-Hop Tracks, sind dazu auch lässig gekleidet und haben Spaß. Jedoch wird aus dem Spaß eine ernstzunehmende Sache, weil alle das gleiche Ziel verfolgen. Ihr Motto dafür lautet: „Make your dreams come true!“ und „Just do it!“. Jeder Einzelne ist zielstrebig und will den Wettbewerb gewinnen. Dabei wird auch mit Tricks gearbeitet, wie zum Beispiel das einzelne Trainieren, während die Kollegen eine Pause einlegen.

Die Darsteller sprechen größtenteils auf Englisch, da die Schauspieler aus den Niederlande kommen. Manchmal jedoch übersetzen sie Sätze sogar auf Deutsch. Auch sprechen sie das Publikum direkt an und erklären ihnen einige Vorgehensweisen. Trotz allem gibt es wenig Dialoge und der Ausdruck und die Gefühle werden viel mehr durch das Tanzen und die Choreographie betont.

In dem Moment als die Tanzgruppe bei der Show auftreten sollte, meinte einer von ihnen, dass es keine Show geben wird, weil etwas mit der Technik nicht stimmen würde. Zuerst waren sie nachdenklich, aber ließen sich dann nicht aufhalten und machten das, weshalb sie da waren: sie tanzten. Das Highlight, bei dem besonders die Zuschauerinnen fasziniert waren, war als alle die eingeübte Choreographie vorzeigten und dabei alle Klamotten, bis auf die glitzernden und farbenfrohen Boxershorts, auszogen. Was den Überraschungseffekt noch verstärkte waren Lichteffekte und Nebel von den Seiten. Die Aufregung des Publikums war verständlich, da die sieben jungen Männer sowohl gut aussehen als auch körperlich gut gebaut sind.

Besonders die Choreographie mit Break-Dance Einlagen und allgemeiner Bodenakrobatik erzeugte Bewunderung. Das Theaterstück ist sehr inspirierend und möchte die Leute auffordern, die eigenen Ziele niemals aus den Augen zu lassen und diese zu verwirklichen. Als kleine Erinnerung wurden beim Verlassen des Saals Armbänder aus schwarzem Gummi verteilt, auf denen der Titel des Stücks stand.

Zum Abschluss kann gesagt werden, dass „100% Selfmade“ sehr amüsant und auf jeden Fall sehenswert ist.

Tijana Todoranovic – Pirckheimer Gymnasium